11.12.2007

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung verliehen

Deutschlands beste Bildungseinrichtungen sind heute in Berlin mit dem Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung ausgezeichnet worden. Die Gewinner erhielten die Auszeichnung aus den Händen von BDA-Vizepräsident Dr. Gerhard F. Braun und Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG. Der Preis wird in fünf Kategorien vergeben und ist mit je 10.000 Euro dotiert.

In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „’Entrepreneurship’ als Bildungsaufgabe“. Der Preis wird mit Unterstützung der DB AG ausgelobt und in diesem Jahr bereits zum achten Mal vergeben. Erneut gab es auch einen Sonderpreis für vorschulische Einrichtungen.

Die Preisträger sind:

Kategorie „Schule“: Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Halberstadt
Kategorie „Hochschule“: TU München
Kategorie „Berufsschule“: Joseph-DuMont-Berufskolleg Köln
Kategorie „Betrieb“: PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG
Sonderkategorie „Vorschulische Einrichtung“: Kindertagesheim St. Johannes Arsten, Bremen

„Unternehmerisches Denken und Handeln ist für unser Land unverzichtbar“, sagte BDA-Vizepräsident anlässlich der Preisverleihung. „Deutschland braucht Menschen, die bestehende Unternehmen in die Zukunft führen oder sogar den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Das entsprechende Know-How müssen junge Menschen so früh wie möglich mit auf den Weg bekommen. Vom Kindergarten bis zur Hochschule sind alle Beteiligten gefordert, den Nachwuchs für die Wirtschaft zu begeistern“.

„Mit dem Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung wollen wir das herausragende Engagement von Bildungseinrichtungen in Deutschland fördern“, sagte DB-Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn. „Das Besondere an dem Preis sind die Kooperationen der Preisträger mit der Praxis. Jungen Menschen unternehmerische Kompetenzen mit auf den Weg zu geben, das schaffen wir am besten gemeinsam: Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Wir müssen gemeinsam durch Bildung Zukunft bewegen.“

Zum zweiten Mal wurde ein Sonderpreis für eine vorschulische Einrichtung vergeben. Er unterstreicht die besondere Bedeutung der frühkindlichen Bildung innerhalb des Bildungssystems. Alle preisgekrönten Konzepte zeichnet aus, dass sie auf andere Einrichtungen übertragen werden können. Damit besitzen sie Vorbildcharakter und können zur Nachahmung empfohlen werden.
Die Preisträger:

Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Halberstadt
(www.kaeko-halberstadt.de)
Praktika, Schülerfirmen, Börsen-Planspiele - das Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Halberstadt hat sich zum Ziel gesetzt, allen Schülern eine grundlegende wirtschaftliche Bildung zu vermitteln und sie für das Unternehmertum zu interessieren. Unternehmerisches Denken wird inner- und außerhalb des Unterrichts systematisch geschult. Eine intensive Kooperation mit regionalen Unternehmen rundet das Bild der Schule als „Gymnasium Wirtschaft“ ab.

TU München
(www.tum.de)
Die TU München versteht sich als „unternehmerische Universität“. Dazu wurde im Jahr 2002 die gemeinnützige UnternehmerTUM GmbH gegründet, die den Studierenden ein vielfältiges Angebot unterbreitet: Von Businessplan-Seminaren über Prototypenentwicklung inklusive Kundenfeedback bis hin zur Gründung von jährlich bis zu 20 Start-Up-Unternehmen. Darüber hinaus arbeitet die TU München in einem großen Partnernetzwerk mit der regionalen Gründer- und Industrieszene zusammen.

Joseph-DuMont-Berufskolleg Köln
(www.jdbk.de)
Das Berufskolleg verbindet den Bildungsgang Buchhändler mit einer umfassenden Vermittlung unternehmerischer Kompetenzen. Den Auszubildenden wird von Beginn an vor Augen geführt, welche existenzielle Bedeutung in ihrem Beruf kaufmännische Kompetenzen haben. Unter anderem erstellen die Auszubildenden im Rahmen jährlich stattfindender Projektwochen detaillierte Gründungskonzepte für vorgegebene Standorte und werden dabei auch von externen Praktikern unterstützt.

PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG
(www.phoenixcontact.com)
Phoenix Contact ist ein mittelständischer (8.400 Mitarbeiter weltweit, 3.600 Mitarbeiter in Westfalen) Anbieter industrieller Elektrotechnik. Um die unternehmerischen Kompetenzen der Auszubildenden zu fördern, wurde die „Junior Business Unit“ (JBU) gegründet. In der JBU treffen die Auszubildenden eigenverantwortlich Entscheidungen, übernehmen Verantwortung, erarbeiten Business-Pläne, legen die Ziele für das Geschäftsfeld fest und führen konkrete betriebliche Projekte durch.

Kindertagesheim St. Johannes Arsten, Bremen
Der Kindergarten wurde für sechs Monate zum Einkaufszentrum „Kids Park“ mit Restaurant, Bäckerei, Galerie, Buchladen und Gärtnerei. Die Kinder lernten in altersgemäßer Form, wie Produktion, Organisation, Kalkulation, Marketing, Buchführung und Vertrieb funktionieren. Dabei wurde auch in besonderer Weise mit Unternehmen zusammengearbeitet: Jedes Geschäft des „Kids Park“ hat einen Partnerbetrieb (Bäckerei, Buchladen etc.) besucht und davon gelernt.



Hinweis an Bildredaktionen:
Ab ca. 15.00 Uhr stehen unter www.bda-online.de aktuelle Fotos von der Preisverleihung zum Download bereit.

PRESSE - INFORMATION Nr. 109 / 2007, 11.12.2007

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