05.12.2007

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Spidla-Druck auf Bundesregierung nicht akzeptabel

Der Aufforderung von EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla durch öffentlichen Druck die Bundesregierung zu falschen Entscheidungen im Streit um die Zeitarbeitsrichtlinie zu drängen, widerspreche ich ganz entschieden.

Zeitarbeit ist nachgewiesenermaßen ein erfolgreicher Jobmotor, der nicht durch neue bürokratische Strangulierung beeinträchtigt oder gar abgewürgt werden darf, bevor er seine positive Wirkung voll entwickelt hat, mehr Menschen und vor allem viele zuvor Langzeitarbeitslose in Beschäftigung zu bringen. Zeitarbeitnehmer haben in Deutschland Arbeitsverträge auf der Basis tarifvertraglicher Bedingungen. Sie sind den anderen Beschäftigten demnach gleich gestellt. Deshalb rechtfertigen sich keine zusätzlichen bürokratischen Hindernisse gegen Zeitarbeit, weder nationale noch europäische. Ich habe den Bundesarbeitsminister gebeten, sich nicht an falschen Weichenstellungen in Brüssel zu beteiligen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 104 / 2007, 05.12.2007
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